100 Jahre

TV Schenkenzell 1910 e.V.

 

Chronik der Handballabteilung

 

Nach Vorlagen von R. Egentersen., F. Vollmer und B. Harter

 

Erstellt von Melanie Kappus

 

 

Diese Chronik hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit – die Daten wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt – aber auch hier kann sich sicherlich einmal der Fehlerteufel eingeschlichen haben bzw. es wurde etwas vergessen, ich bitte dies zu entschuldigen.

 

 

Inhaltsverzeichnis

Schenkenzeller Anfänge. 5

Die Feldhandball-Ära. 5

Sportplatz bei der Schenkenburg. 6

Feldhandball ab 1960. 8

Vor dem Spiel mit dem „ATV Luzern. Die 1. Mannschaft 9

Sportliche Erfolge im Feldhandball 10

Der Wechsel zum Hallenhandball 11

Die Abteilung im Jubiläumsjahr 1985. 12

Die Jugend auf einen Blick. 15

1985 - 1990. 19

Saison 1985/1986   19

Saison 1986/1987. 21

1. Schenkenzeller Sonnenwiesenfest 21

Sportlich. 21

Pressearbeit 23

Saison 1987/1988. 25

2. Sonnenwiesenfest 28

Saison 1988/1989. 30

Handballer können auch Fußball spielen – Patenschaft Schenkon. 39

Saison 1989/1990. 41

Der etwas andere Saisonrückblick. 41

Der Jahresrückblick in Worten. 45

Besondere Zeitungsberichte der Saison 1989/1990. 46

Offenburger Tageblatt vom 28.09.1989- Vorbericht TV Schenkenzell-TV Schiltach   47

1990 - 2000. 48

Saison 1990/1991. 48

Saison 1991/1992. 50

Saison 1992/1993. 52

Anke Wöhrle im 2. Jahr in Allensbach in der 2. Handballbundesliga. 55

Startschuss für den HVS – Handball-Förderverein-Schenkenzell 56

Saison 1993/1994. 57

Saison 1994/1995. 60

Fair-Play-Medaille. 62

Saison 1995/1996. 63

Saison 1996/1997. 66

Saison 1997/1998. 68

Oberliga wir kommen! 70

Saison 1998/1999. 71

Saison 1999/2000. 72

2000-2010. 76

Saison 2000/2001. 76

Saison 2001/2002. 80

Saison 2002/2003. 81

Herren III – Der Weg zur Meisterschaft 83

Saison 2003/2004. 91

25 Jahre E-Jugend-Trainer. 92

Saison 2004/2005. 93

Saison 2005/2006. 94

Saison 2006/2007. 96

Saison 2007/2008. 97

Saison 2008/2009. 98

Die Handballabteilung im Jubiläumsjahr „100 Jahre Turnverein Schenkenzell“ Saison 2009/2010   100

Herren I – Landesliga Nord. 101

Herren II – Bezirksklasse Schwarzwald. 103

Herren III – Bezirksklasse Schwarzwald. 104

Damen I - Südbadenliga. 105

Damen II – Bezirksklasse Schwarzwald. 106

A-Jugend männlich - Südbadenliga. 107

B-Jugend männlich - Südbadenliga. 108

C-Jugend männlich – Bezirksklasse Schwarzwald. 109

D-Jugend 1 und 2 männlich – Bezirksklasse Schwarzwald. 110

E-Jugend männlich – Bezirksklasse Schwarzwald. 111

A-Jugend weiblich. 111

B-Jugend weiblich - Südbadenliga. 112

C-Jugend weiblich - Südbadenliga. 113

D-Jugend 1 weiblich – Bezirksklasse Offenburg. 114

D-Jugend 2 weiblich – Bezirksklasse Offenburg. 115

F-Jugend. 116

Minnis Schenkenzell 118

Kult im Dorf – Die Kächeles. 119

Besondere Presseberichte. 120

Das wohl größte Schenkenzeller Talent »Babsi« Harter nicht mehr zu ersetzen. 120

Schenkenzell im internationalen Geschäft - Pokalssieg in England. 121

Nicht nur im eigenen Verein aktiv – Heike Wöhr. 122

Sportliche Erfolge im Hallenhandball seit Durchführung regelmäßiger Hallenrunden   123

In den Anfängen: 123

Weitere Erfolge im aktiven Bereich: 123

Erfolge im männlichen Jugendbereich. 124

Erfolge im weiblichen Jugendbereich: 124

Die Handball-Abteilungsleiter seit 1935. 125

Lieder/ Gedichte. 127

TV Schenkenzell wählte neue Führung. 129

Ein Handballmärchen. 130

Folge 1 – Das Ritual 130

Folge 2 – Die Höhle. 130

Folge 3 – Das Fest 132

Folge 4 – Der Fluch. 133

Folge 5 – Des Rätsels Lösung. 135

Folge 6 – Die Suche nach dem „verlorenen Sohn“. 136

Folge 7 – The new generation. 137

Folge 8 – Das Wasser. 138

Folge 9 – Die Seuche. 139

Folge 10 – Die Rettung. 140

Fröhliches Handball-Wörterbuch. 141

Handball - Witze. 142

 


Schenkenzeller Anfänge

 

Als im Mittleren Schwarzwald und im Kinzigtal das Handballspiel beliebt wurde und unter dem Turngauvorsitzenden K. Kiefer aus Triberg die ersten Meister ermittelt wurden, erwachte auch beim Turnverein Schenkenzell das Interesse.

 

Schon im Herbst 1934 beabsichtigte man, dem „neuen Spiel der Turner“ näher zu kommen.

 

 

Im Frühjahr 1935 begann man schließlich mit regelmäßigem Training und fasste unter der Führung von Robert Egenter den Entschluss, mit einer Mannschaft am Spielbetrieb teilzunehmen.

 

Die Feldhandball-Ära

 

Die Frage des Sportplatzes konnte rasch geklärt werden, dank des Entgegenkommens des Fabrikaten Heinrich Kautzmann, der den Platz neben der damaligen Turnhalle zur Verfügung stellte.

Das erste Handballspiel fand am Sonntag, den 22. Mai 1935 statt. Als Patenverein hob die Turnerschaft Schramberg den TVS aus der Taufe und besiegte die Anfänger auch mühelos mit 21:1 Toren. Den Ehrentreffer erzielte Josef Spinner.

Als Begründer des Schenkenzeller Handballs sind folgende Sportkameraden besonders hervorzuheben:

August Armbruster, Severin Armbruster, Anton Hauer, Rudolf Hermann, Karl Hirt, Hans Kinle, Rudolf Marfurt, Anton Spinner, Josef Spinner, Karl Spinner, Georg Schmider, Leopold Lehmann, Karl Schwarz, Hans Schwarzwälder, sowie Robert Egenter als unermüdlicher Antreiber des Ganzen.

 


Einige Wochen später trat man zum ersten Rundenspiel in der Kreisklasse an. Mit 19:1 Toren holte man gegen den favorisierten TV St. Georgen die ersten Minus-Punkte. Wenig später jedoch musste St. Georgen erkennen, dass sich die Mannschaft rasch gesteigert hatte und im Rückspiel noch mit 4:9 Toren unterlag. So blieb dem Neuling auch zu Saisonende die „rote Laterne“ erspart. Die Einführung einer Jugendmannschaft wirkte sich positiv auf die weitere Arbeit aus und minderte die Aufstellungssorgen. Als der Spielbetrieb schließlich zwischen 1944 und 1947 ganz zum Erliegen kam, war die Jugend auch nach dem zweiten Weltkrieg die Grundlage für den Neuaufbau einer Mannschaft. Da sich das Verbot der Besatzungsmächte jedoch auch auf den Feldhandballsport erstreckte, waren große Schwierigkeiten zu überwinden, bevor nach Lockerung der Bestimmungen weitere Spiele ausgetragen werden konnten.

 

Schwarzwald-Pokal-Sieger der Jugend:

Stehend:

Willi Fürst, Gottfried Heizmann, Hans Schmider, Paul Müller, Richard Schmider

Knieend:

Ernst Wöhrle, Albert Gebele, Franz Kilgus, Reinhard Groß, Burkhard Kaufmann, Bernhard Stehle

 

Zu den Spielen fuhr man meist mit dem Fahrrad, in seltenen Fällen mit einem alten LKW oder einem Autobus. Dies war aber keineswegs ein Zuckerschlecken, da die damaligen Holzvergaser-Vehikel des öfteren streikten und die Spieler dann das Fahrzeug mit Muskelkraft Richtung Triberg schieben mussten, was natürlich noch zusätzliche Kräfte abverlangte, noch ehe der Unparteiische das eigentliche Spiel angepfiffen hatte.

 

Sportplatz bei der Schenkenburg

 

Wegen der Mehrbelastung nach dem Krieg, konnte die Firma Kautzmann den Sportplatz nicht mehr zur Verfügung stellen. Unter großen Anstrengungen und unter der umsichtigen Führung von Vorstand Alois Mäntele, sowie Handballkamerad Robert Egenter konnte dann jedoch das Wiesengelände bei der Schenkenburg unter Pacht genommen werden und unter heute nicht vorstellbaren Bedingungen (über tausend Arbeitsstunden) wurde 1949 mit Schaufeln, Pickeln und Schubkarren sowie jeder Menge persönlichem Idealismus der heutige Sportplatz fertig gestellt. Handballidol Karl Groß erinnert sich noch gerne daran, wenngleich auch sein ganzer Jahresurlaub durch diese ehrenamtliche Arbeit draufgegangen ist.


 

Die 1. Mannschaft 1950:

stehend:

Karl Groß, Lorenz Armbruster, Gerhard Heizmann, Richard Fischer, Alfons Kinle, Alois Spinner, Eugen Flaig, Eugen Fürst

sitzend:

Josef Spinner, Egon Sauer, Karl Spinner

 

 

Aber der Aufwand hatte sich gelohnt. Bei gutem Wetter wurde der Rasenplatz mit einem Spiel gegen Schramberg-Sulgen am 25. September 1949, das Remis endete, unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht.

 

Waschmöglichkeiten waren durch das Schwimmbad und die Kinzig gegeben. Umkleidemöglichkeiten boten die Schwimmbadkabinen. Die Handballer von damals konnten stolz sein auf das Geleistete. Die Inbetriebnahme des Sportplatzes bei der Schenkenburg gab dem Handballsport in Schenkenzell neuen Auftrieb. Harmonie und Kameradschaft setzten sich fort. Auch nach dem Wechsel zum Hallenhandball wird der Sportplatz nach wie vor vom TV Schenkenzell für den Freizeitsport genützt. Die „Hubse-Arena“ präsentiert sich heute noch durch laufende ehrenamtliche Pflegemaßnahmen in Topzustand.


 

Feldhandball ab 1960

 

So gingen die Jahre dahin und 1960 konnte man bereits das 25-jährige Jubiläum der Abteilung feiern. Sportlicher Höhepunkt dieser Veranstaltung war ein Feldhandballturnier mit insgesamt 22 Mannschaften, bei dem der TV Baiersbronn als Sieger hervorging. Abgerundet wurde das Jubiläum durch ein Spiel der Gastgeber gegen die Turnerschaft Dornbirn.

Im Jahre 1961 gab Robert Egenter sen. nach ca. 20-jähriger ehrenamtlicher Arbeit den Abteilungsleiterposten ab; er war von 1961 bis zu seinem Tode 1963 als 1. Vorstand des Turnvereins tätig.

Sein Nachfolger Franz Vollmer sen. lenkte dann 14 Jahre die Geschicke der Abteilung, davon von 1961 bis 1971 in Folge.


 

1965 gedachte man in kleinerem Rahmen des 30-jährigen Bestehens der Abteilung. Bei dem im Juli 1965 durchgeführten Jubiläumsturnier traten die Einheimischen zu einem Freundschaftsspiel gegen den ATV Luzern an. Die Schweizer siegten mit 16:12 Toren. Das Turnier gewann der TV Balingen, der im Endspiel den TUS Hofweier mit 4:3 Toren besiegen konnte.

 

Erinnerungen wurden im Spiel gegen Luzern wach. Waren es doch die Schenkenzeller Handballer, die 1962 bei der Einweihung des Luzerner Stadions mitwirken durften. In der Schweiz angekommen, stellte man fest, dass die Einheimischen in ihrem Übereifer Schenkenzell als Oberliga-Mannschaft angekündigt hatten, was den Spielern natürlich nicht ganz geheuer war. Als dann noch eine Anzahl der ca. 2000 Zuschauer auf Autogrammjagd ging, war das Nervenkostüm entsprechend strapaziert. Um so größer war schließlich die Freude, als man mit 20:18 Toren siegen konnte und die Schweizer den Schwarzwälder Handball in guter Erinnerung behielten.

Vor dem Spiel mit dem „ATV Luzern. Die 1. Mannschaft


Helmut Oberföll, Franz Vollmer, Bernd Wöhrle, Burkhard Kaufmann, Willy Schoch, Helmut Heizmann, Jürgen Tomaschewski, Albert Schillinger, Eugen Jehle, Walter Heizmann, Thomas Kaufmann

 

 

Im Jahr 1967 wurden die Spiele um den Kinzigtal-Wanderpokal ins Leben gerufen, die zu einem festen Bestandteil des alljährlichen Veranstaltungskalenders werden sollten. Dieses Turnier war lange Zeit das Aushängeschild der Schenkenzeller im Südbadischen Handballverband. Bei den Zuschauern war die Veranstaltung ebenfalls sehr beliebt, sodass die Schenkenzeller bei gutem Wetter in Scharen auf den Sportplatz strömten. Die Wanderpokale konnten der TV Willstätt 1970, der TV Schiltach 1979, sowie die Einheimischen 1982 endgültig in ihren Besitz nehmen. Als größter Erfolg der Feldhandballzeit ist wohl das zweimalige Erringen der Südbadischen Jugendmeisterschaft zu werten; so konnte es nicht verwundern, dass diese Mannschaft auch später das Korsett des erfolgreichen Hallenhandball-Landesliga-Aufsteigers in der Saison 1979/80 stellte.

 

Die Feldhandballära ging langsam zu Ende und mit dem zunehmenden Bau moderner Sporthallen konnte der Hallenhandball auch im Schwarzwald Einzug halten. So wurde das Turnier auch in der Halle fortgesetzt und erfreute sich auch dort lange Zeit großer Beliebtheit.


 

Sportliche Erfolge im Feldhandball

 

 

Südbadischer Meister (Jugend):     1977, 1978

 

Bezirksmeister:                           1968, 1971, 1972, 1973, 1977

 

Bezirksmeister (Jugend):              1950, 1976, 1977, 1978

 

Kreismeister:                              1949, 1953, 1964, 1965, 1967, 1972

 

 

 


Im Jahr 1968 konnte der Turnverein Schenkenzell nach 33-jährigem Anlauf mit 24:0 Punkten den Titel des Schwarzwald-Meisters erringen. Die Mannschaft stieg in die Verbandsliga auf, der sie 3 Jahre angehörte.

 

Schwarzwald-Meister 1968: 1. Mannschaft des TV Schenkenzell

Stehend: Vorstand Weichenhein, Albert Schillinger, Wilfried Broghammer, Bernd Wöhrle, Klaus Kilgus, Willy Schoch, Jürgen Tomaschewski, Burkhard Kaufmann, Eugen Jehle, Helmut Stehle, August Kilguß, Trainer Walter Hirt; kniend: Manfred Jehle, Martin Armbruster, Franz Vollmer, Peter Rogge, Dieter Heizmann


 

Der Wechsel zum Hallenhandball

 

Anfangs waren in den wenigsten Orten geeignete Sporthallen vorhanden, so dass der Feldhandball bis in die 70er Jahre hinein dominierte und die Hallenmeisterschaften meist in Turnierform an Wochenenden ausgetragen wurden. Im Jahr 1971 befasste sich der Schenkenzeller Gemeinderat erstmals mit den Planungen zum Bau einer zeitgerechten Sporthalle. In teilweise schwierigen Verhandlungen wurde um die beste Lösung gerungen und schließlich einigte man sich auf den Bau einer gemeinsamen Halle zusammen mit der Stadt Schiltach. Man begann im Jahre 1977 mit dem Bau und nach Fertigstellung der Arbeiten im Jahr 1978 besaß dann auch der TV Schenkenzell wieder die Möglichkeit zur weiteren Entfaltung. Die Zahl der Mannschaften stieg von 3 (1960) über 12 (1979) auf 13 im Jahre 1981 (größte Handballabteilung im Bezirk Schwarzwald).

 

1979 war ein besonders erfolgreiches Jahr. So konnten 5 Meistertitel errungen werden. Die I. Mannschaft schaffte erstmals den Aufstieg in die Landesliga, wo sie 3 Jahre spielen konnte.

 

Aufstieg in die Landesliga: 1. Herrenmannschaft 1979

Stehend: Ansgar Springmann, Martin Schmieder, Thomas Dieterle, Ottmar Sauer, Werner Kaufmann, Helmut Schmieder, Franz Josef Vollmer, Trainer Franz Vollmer;

kniend: Rudolf Socha, Alfred Dieterle, Willi Intraschak, Bernhard Dieterle, Rainer Schmieder

 

Außerdem wurde 1979 die erste weibliche Handballmannschaft ins Leben gerufen, was zu einem Anstieg der Mitglieder, sowie einer Verbesserung der Geselligkeit des Vereinslebens führte.

 

Die Abteilung im Jubiläumsjahr 1985

 

Der TV Schenkenzell hat mit 10 Mannschaften an den Rundenspielen der damaligen Saison teilgenommen; nahezu 200 Spiele wurden insgesamt ausgetragen. Zur Freude der Handballer konnten im Jubiläumsjahr sportliche Erfolge errungen werden.

Der I. Herrenmannschaft gelang unter Trainer Karl-Heinz Thau mit 43:1 Punkten und 596:304 Toren der Wiederaufstieg in die Landesliga Nord. Die II. Herrenmannschaft konnte mit 24:0 Punkten in die Bezirksklasse Schwarzwald aufsteigen.


 

1. Herrenmannschaft 1984/1985

 

stehend: Bernd Harter (MVR), Ansgar Springmann, Franz Vollmer, Werner Kaufmann, Thomas Beck, Michael Wieland, Helmut Schmieder, Trainer Karl-Heinz Thau;

knieend: Klaus Baumgartner, Thomas Finkbeiner, Freddy Vollmer, Rainer Schmieder, Achim Hengsteler

 


2. Mannschaft 1984/1985

 

stehend: Joachim Blattner, Klaus Schmider, Dieter Harter, Tillmann Beck, Trainer Karl-Heinz Thau,

knieend: Klaus Vollmer, Rudolf Socha, Thomas Beck, Rolf Frank

 

 

Ziel der Einführung einer III. Mannschaft war es, auch den „Freizeitsportlern“ in Sachen Handball die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung zu bieten. Dementsprechend unterschiedlich waren auch in den vergangenen Jahren die Platzierungen. Der sicher größte Erfolg war ein 3. Platz der Kreisklasse 1982/1983.


 

 

Die „Alten Herren“ hatten in der vergangenen Runde nicht am Spielbetrieb teilgenommen haben.

 


 

Stehend: Willy Schoch, Ewald Armbruster, Jürgen Tomaschewski, Rudi Schillinger, Manfred Jehle;

Knieend: Eugen Jehle, Thomas Kaufmann, Fridolin Fürst, Rudi Herrmann, Martin Armbrsuter, Rolf Frank


 

Die Jugend auf einen Blick

 

Unsere Jüngsten, die E-Jugend, waren schon seit einigen Jahren unter der Obhut von Franz Haaser. Mit großer Geduld brachte er ihnen die ersten Grundkenntnisse bei. Bei den Spielen ging es oft hektisch zu, denn in den Halbzeitpausen konzentriert sich das Interesse der Spieler weniger auf die Standpauken des Trainers, dafür um so mehr auf die mitgebrachten Vesperbrote und Cola-Dosen.

Die D-Jugend machte bei Klaus Vollmer weitere Fortschritte.


Die C-Jugend unter dem Trainergespann Thomas Egenter und Karl Gebele wurde Schwarzwaldmeister und vertrat den Bezirk bei den Spielen um die Südbadische Meisterschaft. Der Stamm der Mannschaft konnte bereits vor einem Jahr (in der D-Jugend) Südbadischer Vizemeister werden.

 

 

männliche Jugend C, D, E, 1984/1985

Oben: Trainer Thomas Egenter und Karl Gebele, Dirk Geeren, Martin Kappus, Andreas Faißt, Jochen Kilguß, Steffen Sum, Thomas Oberföll, Trainer Franz Haaser, Martin Heim, Trainer Klaus Vollmer;

4. Reihe: Sandro Bodio, Alexander Thau, David Puertolas, Marco Haberer, Ulrich Harter, Ulrich Groß;

3. Reihe: Roland Vollmer, Dieter Kirchner, Michael Oberföll, Thomas Mäntele, Atila Ipek, Marco Bodio, Oliver Schmider, Bernd Harter;

2. Reihe: Markus Schmieder, Egon Mäntele, Jürgen Harter, Jürgen Weiß, Andreas Bodio, Markus Groß, Franzisco Serano, Ulrich Sum, Michael Stehle;

1. Reihe: Ramon Serano, Daniel Möslang, Frank Harter, Andreas Wöhrle, Matthias Armbruster, Peter Klugmann, Detlev Armbruster, Steffen Maulbetsch

 

 


Männliche A+B-Jugend 1984/1985

Stehend: Udo Wöhrle, Thomas Egenter, Dietmar Hagenberger, Uwe Oberföll, Ingo Kilgus, Markus Karrer, Trainer Hubert Harter,

knieend: Stefan Mäntele, Thomas Finkbeiner, Frank Müller, Thomas Hagnberger, Thomas Haberer, Tilo Kilgus, Andreas Wössner

 


 


Die Damenmannschaft konnte sich im vorderen Tabellendrittel platzieren, was durch Siege über Alpirsbach und Schiltach schließlich nicht verwundern konnte und hauptsächlich auf die gute Moral der Truppe unter Trainer Rodulf Socha zurückzuführen ist. Ebenfalls auf dem Bild die weibliche A-Jugend, sowie die weibliche B-Jugend, die zwar nicht an Rundenspielen teilnahm, jedoch unter der Leitung von Heike Jehle fleißig trainierte.

 

Damen und Mädchen-Mannschaften 1984/1985

Oben: Hilde Weisser, Petra Wöhrle, Irmgard Dieterle, Beate Vollmer, Britta Sum, Carola Wörner, Simone Wöhrle, Sabine Hengsteler, Ute Wöhrle, Sybille Pfau, Trainer Helmut Schmieder (A-Jugend), Michaele Gebele, Trainer Rudolf Socha (Damen), Gaby Dieroff;

Kniend: Ute Jehle, Petra Armbruster, Heike Jehle, Ute Würth, Karin Bühler, Christiane Wöhrle, Alexandra Jehle, Monika Wöhrle, Chrstina Sum

Unten: Celine Wagner, Barbara Hauer, Claudia Haaser, Petra Harter, Sandra Wuttke, Andrea Bühler, Manuela Herrmann

 

Die weibliche A-Jugend lag lange Zeit verlustpunktfrei an der Tabellenspitze und beendete die Runde schließlich als Tabellendritter. Die Mannschaft wusste besonders durch ihre Kampfkraft zu gefallen. Zahlreiche Spielerinnen konnten noch zusätzlich in der B-Jugend eingesetzt werden.

 

Die seit dem Wechsel zum Hallenhandball stark gestiegenen Kosten des Spielbetriebs müssen zu einem großen Teil durch die Unterstützung der Geschäftswelt abgedeckt werden. Die dadurch ermöglichte Aufrechterhaltung des Spielbetriebes in der gewohnten Weise und der erzielte sportliche Erfolg resultierten nicht zuletzt aus diesem dankenswerten Engagement der örtlichen Geschäftswelt und den Unternehmern der näheren Umgebung.

 

Doch neben dem Streben nach sportlichen Erfolgen sollte die Kameradschaft und der Spaß am Handballspiel auch in Zukunft nicht zu kurz kommen. Der neu gewählte Verwaltungsrat der Handballabteilung, bestehend aus Ullrich Janetzko, Rolf Keske und Bernd Harter, sah auch in diesem Bereich seine Aufgabe und hoffte weiterhin auf die notwendige Unterstützung der Vereinsmitglieder.

 

 


1985 - 1990

 

Saison 1985/1986

 

Der TV Schenkenzell ging in diese Saison mit insgesamt 10 Mannschaften, 3 Herrenmannschaften, 1 Damenmannschaft, Jugend männlich A/ B/ C/ D/ E und Jugend weiblich A.

 

Die 1. Herrenmannschaft konnte den Klassenerhalt in der Landesliga Nord feiern. Durch eine ganze Reihe von Verletzungen gestaltete sich die Saison wohl doch schwieriger als gedacht, aber das angestrebte Ziel konnte unter Trainer Karl-Heinz Thau errungen werden.



 


Um alle Zuschauer besser auf dem Laufenden zu halten wurde in dieser Spielrunde zum ersten mal eine Hallenzeitschrift eingeführt

 

„ Vor dem Anpfiff“.

 

Hier einige Auszüge aus dem ersten Blatt.

 
 


 


Saison 1986/1987

 

1. Schenkenzeller Sonnenwiesenfest

 

Im Sommer 1986 wurde das 1. Schenkenzeller Sonnenwiesenfest“ am 23./24.08.1986 von den Handballern veranstaltet. Da die Turnhalle bekanntlich noch nicht als Festbereich zur Verfügung stand, musste eine Ausweichlösung gefunden werden. Mit der Sonnenwiese hatte man aber einen ausgezeichneten Festplatz gefunden.

 

Die Veranstaltung war gut geplant, für das leibliche Wohl bestens gesorgt und vom Duo „Die Zwei“ für Musik bestens versorgt. Leider hatte der Wettergott nicht mitgespielt. Die Veranstaltung war in erster Linie als Straßenfest gedacht, musste jedoch kurzerhand umgeplant werden, um der Witterung des Wochenendes gerecht zu werden. Doch die Schenkenzeller ließen sich vom Wetter nicht abhalten allgemein galt das Motto: „Heute ist das Wetter mies, doch wir geh´n trotzdem auf die Sonnenwies“. Die eigentlichen Leidtragenden waren die vielen jungen Festbesucher, die sich schon auf den Kindernachmittag auf dem nahe gelegenen Kinderspielplatz gefreut hatten – das Kinderfest wurde jedoch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt und wurde zu einem vollen Erfolg.

 

 

Sportlich

 

Rein sportlich mussten in dieser Saison über 150 Spiele ausgetragen werden. Mit 9 aktiven Mannschaften(Herren I-III, männliche Jugend A+C+D+E, Damen+ weibliche Jugend B) nahmen die Schenkenzeller an den Rundenspielen des Südbadischen Handballverbandes teil.

 

Die Damenmannschaft des TV erreichte in dieser Runde das Finale des Schwarzwaldpokals und musste sich nur knapp dem Landesligisten Dornstetten geschlagen geben. In den Rundenspielen fehlte dann jedoch des öfteren die nötige Routine und Cleverness um am Ende ganz vorne mitzumischen. Die mögliche Meisterschaft wurde damit mit nur einem Punkt Rückstand auf den TSV Freudenstadt wiederum verpasst.

Der weibliche Nachwuchs, die Jugend B, zahlte von Gaby Oberföll und Barbara Hauer gut betreut, vorerst noch Lehrgeld war jedoch mit Freude bei Sache.


Bei den Herren gab es eine turbulente Saison. Der verletzte Helmut Schmieder musste während der Saison für den zurückgetretenen Trainer Karl-Heinz Thau einspringen. Durch Verletzungspech, Nervenschwäche und ebenfalls fehlende Cleverness konnte leider der Abstieg in die Bezirksklasse nicht vermieden werden. Die 2. Herrenmannschaft konnte den Abstieg in die Kreisklasse A nicht vermeiden und auch die 3. Herrenmannschaft muss den Abstieg in die Kreisklasse B vornehmen.

 

Nachdem somit den Herren-Aktiv-Mannschaften leider durchweg den kürzeren zogen, fällt die Bilanz im Schüler- und Jugendbereich zum Glück wesentlich positiver aus. Die noch recht junge A-Jugend des TVS belegte den 2. Tabellenplatz. Ebenfalls Vizemeister wurde die Jugend D. Die Jugend C kam auf den 7. Rang. Die TV-Handball-Benjamine, die Jugend E belegte den 4. Platz.

 

 

Die Schenkenzeller Schiedsrichter brachten in dieser Saison eine sehr gute Leistung - sieben Schiedsrichter leiteten über 100 Handballspiele, ohne dass ein Spiel abgegeben wurde. Erwähnenswert auch das 1. Schenkenzeller Damenschiedsrichtergespann Heike Jehle/ Hilde Weisser, sowie der Landesligaaufstieg des Gespannes Alfred Dieterele/ Ulrich Janetzko. Jehle/ Vollmer hatten zum Ende der Saison noch ihre Bewährungsprobe in der Oberliga. Schiedsrichterwart in dieser Runde war Franz Vollmer, junior.

 

Mit der Jahresspielerversammlung vom 20.03.1986 ging eine vierjährige Übergangsphase zu Ende, in der die Geschicke der Abteilung durch ein „Dreier-Gremium“ den „Verwaltungsrat“ geleitet wurden. Als neuer Abteilungsleiter wurde Willi Intraschak gewählt (siehe auch Pressebericht unter der Rubrik „Die Handballabteilungsleiter seit 1935“. Stellvertretender Abteilungsleiter wurde Freddy Vollmer, technischer Leiter Werner Kaufmann und neuer Kassierer Rainer Schmider.


 

Die alten und neuen „Macher“ des TVS Abt. Handball.

Von links: Willi Intraschak, Heinz Harter, Ulrich Janetzko, Freddy Vollmer, Rainer Schmider, Werner Kaufmann, Andy Wössner, Thilo Kilguss.

 

Pressearbeit

 

Sehr gute Arbeit leistete wieder das Team der Öffentlichkeitsarbeit Bernd Harter und Fritz Münkle. Besonders im Hallenheftchen „Vor dem Anpfiff“ wurde mit viel Liebe und Einfallsreichtum die Zuschauer informiert. Hier einige Ausschnitte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Saison 1987/1988

 

Mit 10 aktiven Mannschaften (Herren I+II+III, männliche Jugend A, B, C, D, E sowie Damenteam und weibliche Jugend C) nahm der TV Schenkenzell an den Rundenspielen des Handballbezirkes Schwarzwald teil. Über 160 Begegnungen mussten die ca. 140 aktiven Schenkenzeller Handballer dabei bestreiten.

 

Die Erfolge der einzelnen Teams fielen wie jedes Jahr recht unterschiedlich aus.

 

Für den Herrenbereich konnte man den langjährigen Handballspieler und Oberliga-Trainer der Turnerschaft Schramberg, Sieghardt Hafner verpflichten. Ein Neuanfang mit klaren Zielen – Wiederaufstieg in die Landesliga Südbaden. Mit 40:4 Punkten und einer an sich imponierenden Bilanz, belegte man jedoch nur den äußerst undankbaren zweiten Rang in der Bezirksklasse.

 

 

Der neue Trainer des TV Schenkenzell Sieghardt Hafner (rechts) im Gespräch mit dem Abteilungsleiter der Grün-Weißen, Willi Intraschak.

 

Besser auf Erfolgskurs eingestellt waren die von Franz Vollmer sen. betreuten Schenkenzeller Damen. Zum ersten mal überhaupt konnte der Meistertitel errungen werden. Ganz souverän, nämlich verlustpunktfrei steigt man nunmehr in die Landesliga Südbaden auf.

von links nach rechts:

Trainer Franz Vollmer, Irmgard Dieterle, Ute Wöhrle, Christel Schmider, Beate Vollmer, Sabine Hengsteler, Ute Jehle, Andrea Bühler, Simone Wöhrle, Christine Haaser, Pertra Wöhrle

Vorne:

Hilde Weisser, Gaby Oberföll, Sonja Onuszko, Heike Jehle, Silvia Weigold, Beatrix Glück, Petra Armbruster, Gaby Dieroff

 

Einen weiteren Meistertitel konnte die „Reserve“, die II. Herrenmannschaft in der Kreisklasse A erringen. Aber aufgrund des Scheiterns der 1. Mannschaft reichte es nicht zum sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksklasse.

 

In den Jugendmannschaften konnte man diese Runde keine Meistertitel verbuchen. Die D-Jugend männlich errang die Vizemeisterschaft und eine weibliche C-Jugend konnte erstmals am Spielbetrieb unter Trainerin Gaby Oberföll teilnehmen.

 

Die männliche E-Jugend konnte unter dem langjährigen Trainer Franz Haaser den 3. Platz erreichen. Aber wesentlicher als die Platzierung ist für die Abteilungsleitung des TV Schenkenzell die Tatsache gewesen, dass es überhaupt möglich war, schon in dieser Altersklasse eine Handballmannschaft zum Spielbetrieb des Bezirks Schwarzwald zu melden.

 

Neu gegründet wurde in dieser Saison die „Mini-Handball-Spielgruppe“ des TV Schenkenzell. Hier sollen die Jüngsten und zwar Jungen und Mädchen gemeinsam lernen, sich auf spielerische Art und Weise erstmals mit dem Sport auseinanderzusetzen und so die ersten sportlichen Aktivitäten zu entwickeln. Burkard Kaufmann leitete in dieser Saison diese „Truppe“. Bei einem ersten Training konnte man sich über mangelndes Interesse auch nicht beklagen. Gleich 20 Jungen und Mädchen unter 8 Jahren beteiligten sich.

 

 

So manches der hier noch jungen Gesichter wird man in den folgenden Jahren weiterhin im Einsatz sehen.

 

Besonders froh auf Seiten der Handballer, sowie aller anderen sportlich engagierten Schenkenzeller war man, dass man wieder im Besitz einer Turnhalle in der Gemeinde ist und wieder einen regelmäßigen Sport- und Turnbetrieb anbieten konnte.

 

 

Auch außerhalb des Sports waren die Handballer aktiv. Mit „Onkel Paul ist der Beste“ wurde ein lustiges Volksstück in 3 ½ Akten aufgeführt. Überarbeitet wurde das Stück von Bernd Harter. Mitgewirkt haben unter anderem Franz Haaser, Eugen Jehle, Hilde Weisser und andere.

2. Sonnenwiesenfest

 

Auch das 2. Sonnenwiesenfest war für die Hanballabteilung wieder ein voller Erfolg. Mit dem „1. internationalen Hammerlauf“ hat man sich auch in diesem Jahr wieder eine besondere Attraktion einfallen lassen, das von den Schenkenzeller Vereinen auch mit Freude angenommen wurde. Die Leichtathleten sicherten sich den begehrten 1. Platz.


 

Ohne Holzhammer kein Bier! Sechs Mannschaften der örtlichen Vereine „besorgten“ das wichtige Utensil per Staffellauf. Dann erst konnte TV-Ehrenmitglied Franz Kienle zum Faßanstich schreiten.

 

 

Was sonst noch auf dem Fest „los war“ dokumentiert am Besten die folgende Zeichnung:

 



 

Saison 1988/1989

 

Diese Saison war für den TV Schenkenzell äußerst erfolgreich. Selten konnten sich die Aktiven besser in Szene setzen. So sprang am Ende das zweitbeste sportliche Gesamtergebnis der bisherigen Hallenhandball-Ära heraus. Nach einigen Rückschlägen der vergangenen Jahre waren die Schenkenzeller Handballer wieder oben.

 


In dieser Saison nahmen 11 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Die I. Herrenmannschaft konnte im zweiten Anlauf nach dem Abstieg des Jahres 1987 ungeschlagen die Schwarzwald-Meisterschaft erringen. 35:1 Punkte konnte man zum Abschluss der Runde vorweisen. Der Grundstein zum Aufstieg in die Landesliga Südbaden war wohl ein Unentschieden sowie ein Heimerfolg gegen Hauptkonkurrent TV Wolfach.

 

 

hinten v.l.: Werner Kaufmann, Franz Vollmer, Dietmar Hagenberger, Achim Hengstler, Tilo Kilguß, Thomas Egenter,

Michael Blattner, Sieghart Hafner

vorne v.l.: Klaus Schmider, Thomas Finkbeiner, Thomas Hagenberger, Klaus Groß, Willi Intraschak,

Joachim Blattner, Raimer Schmider

 

Auch die II. Herrenmannschaft verteidigte ihren letztjährigen Meistertitel erfolgreich. Mit 33:3 Punkten belegte man vor dem TV Triberg Rang eins. Zudem ist der Titel dieses mal mit dem Wiederaufstieg in die Bezirksklasse Schwarzwald verbunden.


hinten v.l.: Frank Müller, Markus Karrer, Rudi Socha, Udo Wöhrle, Andreas Wössner, Karl-Heinz Thau

vorne v.l.: Klaus Vollmer, Alfred Dieterle, Willi Intraschak, Dieter Harter, Stefan Mäntele


 

 


Zu Meisterehren kamen erfreulicher Weise auch zwei Schenkenzeller Jugend-Mannschaften. Die D-Jugend konnte in den Rundenspielen überzeugen und wurden verlustpunktfrei Meister. Bei den Spielen um die Südbadische Meisterschaft lief es dann nicht ganz nach Maß, am Ende landete man auf Platz sechs.

 

hinten v.l.: Uwe Dölker, Andreas Wöhrle, Thorsten Haberer, David und Benny Ppuertolas, Trainer Klaus Vollmer,

vorne v.l.: Fabrizio Bodio, Markus Spinner, T. Cetinbilek, Martin Wettlin, Alexander Thau

 


 

Ein Erfolgserlebnis in letzter Sekunde feierte dagegen die A-Jugend die am letzten Spieltag gegen den Zweitplatzierten TV St. Georgen alles klar machte.

 


hinten v.l.: Franz Vollmer, Steffen Sum, Jochen Kilguß, Roland Vollmer, Jürgen Weiß, Andreas Faißt

vorne v.l.: Dieter Kirchner, Ramon Serrano, Thomas Mäntele, Marco Bodio, Jürgen Harter, Martin Kappus

 

Nach dem Aufstieg der Jugend A spielen somit in der nächsten Saison erstmals in der Vereinsgeschichte drei Schenkenzeller Teams (I. Damen, I. Herren sowie A-Jugend) in der höherklassigen Landesliga.

Als Vize-Meister, punktgleich, mit dem besseren Torverhältnis und nur durch den schlechteren direkten Vergleich unglücklich geschlagen, beendete die Jugend C ihre Punktrunde.

 


 


hintere Reihe von links: Trainer Karl-Heinz Thau, Andreas Wöhrle, Detlef Armbruster, Daniel Möslang, Matthias Armbruster, Frank Harter

vorne von links: Uwe Dölker, Peter Klugmann, Jörg Harter, Ulrich Groß


 

 


Für Furore sorgten auch die Handballdamen. Als Neuling lag man lange Zeit an der Tabellenspitze und hatte sogar in der letzten Partie noch die Chance in die Oberliga aufzusteigen. Doch im Endspiel beim ASV Ottenhöfen gab die schlechtere Tagesform den Ausschlag gegen Schenkenzell. Am Ende sprang jedoch Platz 3 heraus.

 

 

hinten v.l.: Franz Vollmer sen., Irmgard Glück, Ute Wöhrle, Christel Schmider, Beate Vollmer, Sabine Hengsteler, Ute Jehle, Andrea Bühler, Simone Wöhrle, Christine Haaser, Petra Wöhrle

vorne v.l.: Hilde Weißer, Gabi Oberföll, Sona Onuschko, Heike Wöhr, Silvia Weigold, Beatrix Glück,

Petra Armbruster, Gabi Dierhoff

 

Auch wenn es nicht ganz für vordere Plätze reichte so wurde auch in der Jugend E, der Jugend B, der weiblichen Jugend B und den Handball-Minnis hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet.

 


 


Weibliche B-Jugend

 

 

hintere Reihe von links:

Petra Harter, Nicole Groß, Barbara Jehle, Birgit Harter, Christine Hübner, Heide Lehmann, Trainerin Gaby Oberföll

vorne: Sandra Wuttke, Angelique Zyma


 


männliche E-Jugend

 

Hintere Reihe von links:

Dominique Eble, Trainer Franz Haaser, Michael Rempp, Frank Maulbetsch, Simon Schmieder

Vorne von links:

Manuel Gaiser, Steffi Schmieder, Christoph Meier, Ulrich Harter, Michael Thau

 


 


Männliche B-Jugend

 

hinten v.l.: Jürgen Harter, Stefan Groß, Manuel Karrer, Andreas Bodio, Trainer Franz Vollmer

vorne v.l.: Jürgen Weiß, Uli Sum, Oliver Schmider, Ramon Serrano, Francesco Serrano

 

Ihre Aufstiegschance nicht wahrnehmen konnte hingegen die III. Herrenmannschaft, dafür war die neu gegründete zweite Damenmannschaft erfreulicherweise kein Kanonenfutter. Am Schluss belegte man einen Platz im hinteren Mittelfeld.


 

 

Handballer können auch Fußball spielen – Patenschaft Schenkon

 

Um die noch junge Partnerschaft mit der Gemeinde Schenkon langsam mit „Leben zu füllen“ wurde der TV Schenkenzell von Schenkon zu einem Fußballturnier eingeladen. 4 Schenkenzeller Mannschaften machten sich auf den Weg in die Schweiz, darunter auch eine Vielzahl an Handballern. Natürlich stand nicht nur der Sport im Mittelpunkt – die herzliche Gastfreundschaft und das fröhliche Miteinander sorgten für ein rundum schönes Wochenende.

 

 

Hinten v.l.

Thomas Finkbeiner, Thomas Egenter, Willi Intraschak, Jochen Kilguß, Klaus Groß

Vorne v.l.:

Freddy Vollmer, Tilo Kilguß, Dietmar Hagenberger

 

 

 

Hinten v.l.:

Sonja Onuschko, Gabi Oberföll, (Willi Intraschak), Beate Vollmer, Heike Wöhr, Christine Haaser,

vorne v.l.:

Sabine Hengsteler, Beatrix Glück, Silvia Weigold, Anja Reim, Petra Armbruster


 

Saison 1989/1990

 

Der etwas andere Saisonrückblick


Unser I. und II. Herrenmannschaft haben die Saisonziele leider nicht erreicht!

 

Ob es etwa am schlechten Verhältnis zu den Schiedsrichtern lag?


 


Auf jeden Fall werden in der nächsten Runde neue Methoden eingeführt! Zum Konditionstraining werden jedesmal die Mädels eingeladen.

 

 

 


Unsere Damenmannschaft hat mal wieder allen Vorhersagen getrotzt!


 

 

Auch unsere Jugendarbeit war im letzten Jahr wieder vorbildlich!

 



Auf jeden Fall brauchen wir wieder neue Sponsoren.

 

 

Wir wollen doch mal wieder raus aus der Gegend, oder?

 

Der Jahresrückblick in Worten

 

Nach 4 Meistertiteln im vergangenen Jahr musste in der Saison 1989/1990 erwartungsgemäß mit kleineren Brötchen gebacken werden. Doch auch ohne Meistertitel konnte sich die Leistung im Jugendbereich und besonders bei den Damen sehen lassen.

 

Die Kleinsten in der E-Jugend belegten mit dem 6. Tabellenplatz einen Mittelfeldplatz. Die Trainer Franz Haaser und Marco Bodio waren mit abschneiden trotz einiger deftiger Niederlagen zufrieden. In der D-Jugend musste man nach der Meisterschaft im letzten Jahr mit einer dünnen Spielerdecke auskommen, so dass nicht mehr wie ein 6. Platz zu erwarten war. Erfolgreicher war die C-Jugend unter Trainer Karl-Heinz Thau. Wie im vergangenen Jahr erreichten sie auch dieses Jahr die Vize-Meisterschaft. Auch diese Mannschaft musste mit einer dünnen Spielerdecke auskommen. Dennoch schafften einige Spieler, den Sprung in die Schwarzwaldauswahl.

 

Die A-Jugend hatte es erwartungsgemäß nach dem Aufstieg in die Landesliga nicht leicht. Doch durch ungeheuren Trainingseinsatz konnte Trainer Franz Vollmer eine schlagkräftige Truppe aufbauen. Obwohl es nur zu einem Sieg in der Landesliga und dem damit verbundenen letzten Tabellenplatz reichte, zeigten sie auch gegen vermeintlich stärkere Gegner gute Spiele und mussten sich nur knapp geschlagen geben. Durch eine neue Regelung steigen alle Mannschaften mit Ausnahme des Meisters zunächst einmal ab und müssen sich in einer Qualifikationsrunde auf Bezirksebene neu qualifizieren. In dieser Qualifikation zeigte diese junge Truppe was sie in der Landesliga gelernt hatte. Überlegen gewannen sie alle Spiele und waren somit auch im nächsten Jahr wieder in der Landesliga vertreten.

 

Auch die B-Jugend führte erstmals eine Qualifikationsrunde zur neu gebildeten Landesliga durch. Allerdings wurde die Mannschaft aufgrund der dünnen Spielerdecke nur für die Bezirksklasse gemeldet.

 

Der TV Schenkenzell bedankte sich für die guten Ergebnisse im Jugendbereich mit einer kostenlosen Fahrt zum Bundesligaspiel TUS Schutterwald gegen Bayer Dormagen. Die Jugendlichen nahmen dieses Angebot begeistert an und freuten sich, einmal Bundesligahandball aus nächster Nähe betrachten zu dürfen.

 

Neben der A-Jugend stellten die Damen des TVS die erfolgreichste Mannschaft. Wie schon im Vorjahr belegten sie, obwohl als Abstiegskandidat gehandelt, einen hervorragenden 3. Tabellenplatz in der Landesliga. Lediglich 2 Punkte Rückstand zum Aufsteiger Ottenhöfen verdeutlichten die überraschend gute Leistung. Die Damen waren in der Rückrunde mit 2 Minuspunkten ohne Niederlage die mit Abstand beste Mannschaft. Der erfolgreiche Trainer Helmut Schmieder wird allerdings aus beruflichen Gründen die Damen nicht weiter trainieren können.

 

Nach diesen durchweg positiven Leistungen gab es von den aktiven Herrenmannschaften nichts Erfreulicheres zu berichten. Lediglich die III. Herrenmannschaft mit einem 4. Platz und einem ausgeglichenen Punktekonto konnte überzeugen.

 

Die I. Herrenmannschaft muss unter Trainer Sieghardt Hafner erneut den schweren Gang in die Bezirksklasse antreten. Trotz guter Leistungen in den letzten beiden Spielen konnten die fehlenden Punkte nicht mehr aufgeholt werden. Als Gründe führte man neben einem schlechten Spielplan ein zu später Trainingsbeginn an, was zu einem Konditionsrückstand führte, der nicht mehr aufgeholt werden konnte. Nach dem Rücktritt einiger Spieler aus der I. Mannschaft (u.A. Torwart Willi Intraschak, Spielführer Franz Vollmer und Rainer Schmider) will man nun wieder mit Trainer Sieghardt Hafner einen Neuaufbau mit einer jungen Truppe beginnen mit dem Ziel: sofortiger Wiederaufstieg.

 

Neben der I. Herrenmannschaft musste auch die II. Mannschaft als Tabellenletzter aus der Bezirksklasse in die Kreisklasse absteigen. Durch einen fehlenden Betreuer und fehlender Einstellung einiger Spieler konnte das Ziel Mittefeldplatz nicht annähernd erreicht werden.

 

Besondere Zeitungsberichte der Saison 1989/1990


 

Offenburger Tageblatt vom 28.09.1989


 

Offenburger Tageblatt vom 28.09.1989- Vorbericht TV Schenkenzell-TV Schiltach

 

Immer ein besonders Spiel TV Schenkenzell gegen TV Schiltach. Wer hätte zu diesem Zeitpunkt und bei solchen Berichten einmal gedacht was sich daraus noch entwickeln sollte?

 

 

1990 - 2000

 

Saison 1990/1991

 

In dieser Saison konnte der TV Schenkenzell mit 12 Mannschaften und den Minnihandballern an den Start gehen. Erfreulicherweise konnte man auch 3 weibliche Jugendmannschaften (A, C + D-Jugend) stellen – ein erster Schritt um auch für den Damenhandball den erforderlichen Nachwuchs heranzuziehen.

 

Obwohl die I. Herrenmannschaft den Aufstieg in die Landesliga verpasste, überwog in der vergangen Saison der sportliche Erfolg. Hinter Aufsteiger TUS Gutach erreichte man die Vizemeisterschaft. Die junge Mannschaft durchlebte unter Trainer Sieghardt Hafner einen Neuaufbau und kann auch wenn das gesetzte Ziel nicht erreicht wurde zufrieden in die nächste Saison blicken.

Die II. Herrenmannschaft konnte in der Kreisliga A ebenfalls die Vizemeisterschaft feiern. Den 4. Platz erreichte die III. Mannschaft in der Kreisliga B.

 

Die Damen waren die erfolgreichste Mannschaft des TVS. Durch ein 12:12 Unentschieden im letzten Rundenspiel sicherten sie sich nicht nur die Meisterschaft der Landesliga Nord, sondern gleichzeitig auch den Aufstieg in die Oberliga Südbaden. Es ist die erste Oberliga-Mannschaft des TV Schenkenzell überhaupt.

Ein Fan-Bus begleitete die Damen zu diesem wichtigen Auswärtsspiel und sorgte somit für die notwendige Unterstützung. Nach der Rückkehr aus Großweier wurden die Grün-Weißen von der Musikkapelle Schenkenzell gebührend empfangen.


 

 

Tor: Silvia Intraschak, Heike Jehle, Sandra Wuttke Stefanie Bühler

Feld: Beate Kaupp, Beate Vollmer, Elke Brucker, Hilde Weisser, Gabi Kaufmann, Gabi Oberföll, Ute Jehle, Beatrix Vollmer, Petra Armbruster, Petra Wöhrle, Brigitte Vilei

Trainer: Uwe Petzold

 

Neben der absoluten Spitzenleistung der Damen mit dem Aufstieg in die Oberliga stellte der TVS noch zwei weitere Meister. Die C-Jugend unter Trainer Karl-Heinz Thau und die B-Jugend unter Trainer Franz-Josef Vollmer wurden jeweils Schwarzwaldmeister. Auch die A-Jugend von Franz-Josef Vollmer belegte in ihrem zweiten Landesligajahr einen überraschenden 3. Platz.

 


 

Meistermannschaft C-Jugend

Hintere Reihe von links: David Puertolas, Uwe Dölker, Thorsten Haberer, Andreas Wöhrle, Trainer Karl-Heinz Thau

Unten von links: Markus Spinner, Marin Wettlin, Alexander Thau, Turker Centilek, Ulrich Harter

 


 

Saison 1991/1992

 

Auch in die Saison 1991/1992 konnte der TVS mit 3 aktiven Herrenmannschaften und dem in den letzten Jahren sehr erfolgreichen Damenteam und 7 Jugendmannschaften (5 männlich, 2 weiblich) sowie den Minnihandballern starten.

 

Wie auch in den letzten Jahren gab es bei der I. Herrenmannschaft nur ein Ziel – Wiederaufstieg in die Landesliga. Anfangs der Saison war man zwar noch sehr vorsichtig mit Prognosen, da mit Winfried Wagner ein neuer Trainer die Regie übernahm und mit dem Wechsel des Rückraumspielers Werner Kaufmann zum Oberligisten Singen einige Positionen neu besetzt werden mussten. Nach den ersten Siegen der Mannschaft fing auch Routinier Franz Vollmer wieder an und wurde mit seiner Erfahrung im relativ jungen Kader ein wichtiger Mann. Mit zunehmendem Spielverlauf nahmen sich die zwei Meisterschaftsfavoriten aus Hornberg und St. Georgen gegenseitig die Punkte weg, und so erkannte der TVS bald seine Chance. Als man fünf Spieltage vor Ende der Saison den TV St. Georgen, der davor eine beachtliche Siegesserie hinlegte, in eigener Halle bezwang, war der Weg zur Meisterschaft geebnet. Der Aufstieg in die Landesliga war schwer erkämpft aber alles in allem verdient.


 

 

stehend von links: F. Vollmer, T. Kilgus, F. Müller, J. Harter, A. Faißt, D. Hagenberger, J. Kilguß, Trainer W. Wagner,

vorne von links: R. Serrano, M. Kappus, D. Harter, J. Weiß, R. Vollmer, T. Mäntele, M. Bodio

es fehlen: A. Hengsteler und M. Karrer

 

Die II. Herrenmannschaft war jedoch weniger erfolgreich. Man schaffte nur den 7. und letzten Platz in der Kreisliga A. Auch die III. Mannschaft konnte sich in dieser Saison nicht in Szene setzen und kam nur auf den vorletzten Platz der Kreisliga B.

 

Die Damenmannschaft, die sehr erfolgreiche Jahre hinter sich hatte nahm in dieser Saison das Wagnis Oberliga in die Hand. Als erstes Team des TVS überhaupt spielte man in dieser Spielklasse. Die Saison gestaltete sich schwierig, ein kleiner Kader tat sein übriges. Doch mit Kampf und gutem Teamgeist schaffte man den Klassenerhalt.

 

Auch im Jugendbereich konnte man Erfolge verbuchen.

 

Die A-Jugend wurde ohne Punktverluste Schwarzwaldmeister und auch die E-Jugend um das Trainergespann Franz Haaser und Marco Bodio wurde Schwarzwaldmeister und nahm an der südbadischen Meisterschaft teil.


 

 

Auch einen Pokalsieger konnte man in den Reihen des TVS in diesem Jahr vorweisen. Die A-Jugend gewann den Handballpokal des Bezirkes Schwarzwald. Mit 19:14 Toren wurde der TuS Gutach im Endspiel besiegt.

 


 

Stehend von links: Ramon Serrano, Daniel Möslang, Detlef Armbruster, Frank Harter, Mathias Armbruster, Trainer Franz Vollmer

Vordere Reihe von links: Uwe Dölker, Peter Klugmann, Thomas Wiegant, Uli Groß

 

Saison 1992/1993

 

Diese Saison bestritt der TVS mit insgesamt 4 aktiven Mannschaften (3 Herren/ 1 Damen) und 5 männlichen Jugendmannschaften sowie 3 weiblichen Jugendmannschaften. Auch in diesem Jahr zählte man somit wieder zu den am stärksten vertretenden Vereinen im Bezirk Schwarzwald.

 

Nachdem die I. Herrenmannschaft in der letzten Runde Bezirksmeister wurde, galt es nun sich in der höheren Landesliga erfolgreich zu schlagen. Eine gute Vorbereitung wurde absolviert, doch schon hier machte sich bemerkbar, dass es eine relativ junge Mannschaft mit wenig Landesligaerfahrung war. Dies wollte man durch zusätzliches Engagement, Kampf- und Teamgeist ausgleichen.

Nach der guten Vorbereitung und den guten Vorsätzen folgte jedoch eine verkorkste Saison mit vielen Ausfällen. Mit 15:29 Punkten und 404:424 Toren schloss die I. Herrenmannschaft mit dem 10. Tabellenplatz und dem damit verbundenen Abstieg die Hallenrunde 1992/93 ab.

 

Für die Damen gab es auch in der 2. Saison in der Oberliga nur ein Ziel – Nichtabstieg. Wieder musste Trainer Helmut Schmieder mit einer dünnen Spielerdecke von gerade einmal 11 Spielerinnen an den Start gehen.

Mit 17:19, 248:270 Toren und dem 6. Tabellenplatz schloss die Damenmannschaft die Runde in der Handballoberliga ab. Mit dem erreichten sechsten Platz hatte im Vorfeld wohl niemand gerechnet. Einem Fehlstart von 0:6 Punkten folgte eine Erfolgsserie von 9:1 Punkten, bis man sich dem diesjährigen Oberligameister in eigener Halle knappt mit einem Tor beugen musste. Der Klassenerhalt war frühzeitig gesichert und der sechste Platz in der Oberliga ist die beste Platzierung, die eine aktive Schenkenzeller Mannschaft bisher erreichte.

 

Die II. Herrenmannschaft konnte in der Kreisklasse B den Meistertitel holen, die III. Mannschaft belegte in der gleichen Klasse einen guten 3. Platz.

 

Bei den Jugendmannschaften gab es in diesem Jahr keine Meisterschaft zu feiern. Erfreulich war, dass sowohl die A- als auch die B-Jugend männlich in der Landesliga ihre Rundenspiele austrugen und sich dort gut etablieren konnten.

 

In den Pokalspielen konnte man gleich 2 Erfolge verbuchen. Im Endspiel um den Bezirkspokal gewannen die Damen des TV Schenkenzell gegen den TV Hornberg glücklich aber nicht unverdient.


 

 

Ebenfalls den Schwarzwaldpokal sicherte sich die männliche A-Jugend. Im Endspiel gegen den  TV St. Georgen konnten sie ihren Vorjahreserfolg wiederholen.

 


 

oben von links: Trainer Franz Vollmer sen., Jörg Harter, Detlef Armbruster, Matthias Armbruster, Bernd Bühler, Andreas Wöhrle, Daniel Möslang

unten von links: Uli Groß, Tim Kernberger, Thomas Wiegand, Andreas Wössner, Peter Klugmann, Uwe Dölker (nicht auf dem Bild Frank Harter)

 


 

Anke Wöhrle im 2. Jahr in Allensbach in der 2. Handballbundesliga

Schwarzwälder Bote 04.02.1992

 


 

Startschuss für den HVS – Handball-Förderverein-Schenkenzell

 

Die Gründerversammlung fand im November 1992 statt. Neun Interessenten waren gekommen, um den Verein ins Leben zu rufen. Die Satzung wurde von Versammlungsleiter Willi Intraschak bekannt gegeben und nach kurzer Debatte einstimmig angenommen.

Alle Anwesenden traten als Gründungsmitglieder bei. Die Wahlen für diesen neuen Verein ergaben folgendes Ergebnis:

 

1. Vorsitzender:       Bernd Harter

2. Vorsitzender:       Achim Hengstler

Kasse                    Marco Bodio

Beisitzer                 Martin Kappus und Freddy Vollmer

 

Anschließend verabschiedeten die Mitglieder des neuen Vereins eine Geschäftsordnung, die den Handlungsspielraum festlegte. Der HVS will durch die Unterstützung der Handballabteilung im Turnverein längerfristig die derzeitige Situation in der Raumschaft sichern. Die Schenkenzeller Handballer gehörten mit seinerzeit 13 Mannschaften zu den größten Handballabteilungen im Schwarzwald. Vor allem sollte die erfolgreiche Jugendarbeit weiterhin sichergestellt werden. Durch verstärktes Werben um Mitglieder will der Verein seine Ziele verwirklichen.


 

 

Das Vorstandsteam des neuen Vereins von link:

Achim Hengstler, Martin Kappus, Bernd Harter, Freddy Vollmer, Marco Bodio


 

Saison 1993/1994

 

Auch in dieser Saison konnte man mit einer großen Anzahl (13) an Mannschaften an den Rundenspielen teilnehmen, davon zwei in der Handball-Oberliga. Es wurden wieder mehr als 200 Spiele absolviert. Für eine kleine Gemeinde wie Schenkenzell wirklich eine ordentliche organisatorische Leistung.

 

Nach dem Abstieg der Herren I aus der Landesliga gab es in dieser Saison wiederum nur ein Ziel – sofortiger Wiederaufstieg. Mit Franz Vollmer übernimmt ein neuer aber gut bekannter das Traineramt und nach zweijährigem Gastspiel beim Regionalligisten HSG Singen/Gottmadingen kehrte Werner Kaufmann zurück.

Es wurde eine sehr erfolgreiche Saison – nur mit einem Minuspunkt auf dem Konto wurde man deutlicher Meister in der Bezirksklasse Schwarzwald und konnte somit im nächsten Jahr wieder in der Landesliga spielen.


 

 

Hintere Reihe von links: Jochen Kilguß, Manuel Karrer, Tilo Kilgus, Dietmar Hagenberger, Werner Kaufmann, Daniel Möslang, Trainer Franz Vollmer

Vorder Reihe von links: Frank Harter, Frank Müller, Roland Vollmer, Jürgen Weiß, Jürgen Harter, Detlef Armbruster

(nicht auf dem Bild: Thomas Beck, Martin Kappus, Ramon Serrano, Thomas Mäntele)

 

Bei den Damen galt es auch in der 3. Oberligasaison den Klassenerhalt zu schaffen. Dabei wurde allen bald klar, dass dies ein schwieriges Unterfangen wird. Das Team hatte sich im Vergleich zur letzten Runde etwas verändert. Silla Intraschak hat die Handballschuhe erst mal an den Nagel gehängt und Gaby Oberföll fiel wegen einer Knieverletzung für längere Zeit aus. Neu ins Team kam Dunja Rothkrantz, Birgit Muckenfuß und die zurückkehrende Ute Jehle. Aus der eigenen Jugend kamen Nicole Wörner und Sandra Wuttke. Erst nach etwa der halben Runde kam dann Anke Wöhrle als große Verstärkung im Abstiegskampf zum Team. Die gesamte Runde über stand man auf einem Abstiegsplatz bzw. kurz davor. Somit kam es dann auch zum entsprechenden Krimi im letzten Spiel. Das letzte Spiel gewann man nach guter kämpferischer Leistung mit 14:12 gegen Waldkirch. Doch auch jetzt war der Klassenerhalt noch nicht gesichert, es begann das Warten, doch dann endlich die entsprechenden Anrufe aus den anderen Hallen. Ein Mitkonkurrent hatte verloren – der Klassenerhalt war in letzter Sekunde gesichert.


 

Direkt nach dem Schlusspfiff im Herzschlagfinale

Hintere Reihe von links: Silla Intraschak, Beatrix Vollmer, ?, Brigitte Vilei, Beate Kaupp, Beate Vollmer, Steffi Bühler, Trainer Helmut Schmieder,

Vordere Reihe von links: Petra Armbruster, Petra Harter, Anke Wöhrle, Heike Jehle, Sandra Wuttke, Ute Jehle, Gaby Oberföll, Elke Brucker

 

Im Jugendbereich machte man wegen Spielermangels im männlichen Bereich sowohl in der D- als auch in der B-Jugend eine Spielgemeinschaft mit Schiltach. Die A-Jugend spielte wieder erfolgreich in der Oberliga und belegte am Ende den 5. Tabellenplatz.

 

Erfreulich dass im weiblichen Bereich in allen Altersklassen eine Mannschaft gestellt werden konnte. Die Nachwuchsarbeit in diesem Bereich gestaltete sich hier sehr erfolgreich. So kam auch der einzige Meistertitel einer Jugendmannschaft in dieser Saison von der weiblichen C-Jugend. Mit 34:2 Punkten wurde die Mannschaft um das Trainergespann Gaby Oberföll und Petra Harter deutlich Schwarzwaldmeister und nahm damit an der südbadischen Meisterschaft teil.

 


 

Hintere Reihe von links: Trainerin Gaby Oberföll, Stefanie Schmieder, Yvonne Schmieder,

Barbara Harter, Andrea Schwarzwälder,

Vorne von links: Sabrina Harter, Silvia Hauer, Jasmin Fürst, Alexandra Schmieder, Barbara Spinner

(nicht auf dem Bild: Romy Schulze, Stefanie Groß und die zweite Trainerin Petra Harter)


Saison 1994/1995

 


Die Handballer des TVS absolvierten in dieser Saison das erfolgreichste Jahr ihrer 60-jährigen Vereinsgeschichte. Vor allem im weiblichen Jugendbereich sorgte man hier für Furore. Erstmals konnte eine Mannschaft (B-Jugend weiblich) den Titel eines Südbadischen Meisters gewinnen. Nach dem Schwarzwaldmeistertitel schlug die Mannschaft im Finale der „Südbadischen“ die TS Ottersweier klar mit 15:9 Toren. Das „Aus“ kam dann im Halbfinale zur süddeutschen Meisterschaft gegen den nordbadischen Vertreter Heddesheim.

 

 

hinter Reihe von links: Trainerin Anke Wöhrle, Michaela Wöhrle, Sabine Spinner, Steffi Groß,

Sabrina Harter, Trainerin Elke Brucker

vordere Reihe von links: Silvia Hauer, Steffi Schmider, Andrea Schwarzwälder, Melanie Kappus, Barbara Harter

 

Auch die C-Jugend weiblich wurde Schwarzwaldmeister, überstand die Vorrunde der südbadischen Meisterschaft, verlor dann allerdings das Finale gegen Ottersweier.

 


Hintere Reihe von links: Trainerin Gabi Oberföll, Sabrina Harter, Nicole Finkbeiner, Barbara Harter,

Alexandra Dieterle, Steffi Schmieder, Trainerin Steffi Bühler

Vordere Reihe von rechts: Renate Dieterle, Romy Schulze, Jasmin Fürst, Carina Rempp,

Alexandra Schmieder, Yvonne Schmieder (nicht auf dem Bild Carmen Spinner)

Weitere Erfolge im Jugendbereich verzeichnete die männliche A-Jugend mit einem tollen dritten Platz in der südbadischen Oberliga, sowie die weibliche A-Jugend mit dem Schwarzwaldpokalsieg.

 

Im Herrenbereich galt es dem Fahrstuhl Bezirksklasse-Landesliga endlich ein Ende zu bereiten. Ziel der I. Herrenmannschaft nach dem letztjährigen Aufstieg war ein guter Mittelfeldplatz in der Landesliga. Das Gesicht der Mannschaft hatte sich allerdings verändert. Mit Jörg Harter und Matthias Armbruster kamen zwei Eigengewächse in die Mannschaft und mit Oliver Maurer vom TV Hornberg kam ein erfahrender Spieler ins Team. Sie sollten den Abgang von Daniel Möglang, Jürgen Harter und Martin Kappus kompensieren.

Die Mannschaft erwischte einen super Start und konnte sich anfangs sogar im oberen Tabellendrittel halten. Dies konnte jedoch nicht über die gesamte Saison gehalten werden. Aber das Saisonziel wurde klar erreicht durch einen 8. Tabellenplatz in der Landesliga.

 

Die Schenkenzeller Damen gingen in dieser Saison bereits ins 4. Oberligajahr. Auch in diesem Jahr zählte nur eines – Klassenerhalt. Trainer Helmut Schmieder gab seinen Posten nach erfolgreicher mehrjähriger Arbeit an Rüdiger Seidt aus Baiersbronn ab.

Wieder hatte man mit einer dünnen Spielerdecke zu kämpfen, gerade einmal 10 Feldspielerinnen und 2 Torhüter standen zur Verfügung.

Der Start in die neue Saison begann sehr stark, zu Beginn der Runde stand man auch schon auf Platz 1. Dies relativierte sich jedoch innerhalb der Saison. Trotzdem hat man einen großen Sprung gemacht. Aus dem Saisonziel Nichtabstieg wurde ein super 4. Tabellenplatz in der Oberliga.

 

Fair-Play-Medaille

 

Die weibliche B-Jugend des TV Schenkenzell wurde von der Deutschen Olympischen Gesellschaft mit der Fair-Play-Medaille ausgezeichnet. Grund dafür war ihr Verhalten im Halbfinale zur Süddeutschen Meisterschaft in der letzten Spielrunde. Der Gegner aus Heddesheim blieb im Stau auf der A5 bei Baden-Baden stecken. Normalerweise hätte der TVS nach einer vorgeschriebenen Wartezeit automatisch das Finale erreicht, doch die Mannschaft zog den sportlichen Vergleich vor. Das Spiel wurde mit einer zweistündigen Verspätung angepfiffen. Die Grün-Weißen verloren und schieden aus dem Wettbewerb aus.

 

Dem Handball-Bezirksvorsitzenden Udo Schinle war es zu verdanken, dass die weibliche B-Jugend des TV Schenkenzell mit der Fair-Play-Medaille der Deutschen Olympischen Gesellschaft ausgezeichnet wurde.

 

 


Saison 1995/1996

 

Im Jahr 1995 feierten die Handballer des TVS ihr 60-jähriges Bestehen.

 

Gerade in diesem Jahr konnte der TV Schenkenzell auch besondere Erfolge verbuchen (siehe letzte Saison). Eine kleine Ausstellung, die laufend erneuert wurde sowie eine Serie 60 Jahre Handball Schenkenzell erinnerten an die Geschichte. Der Höhepunkt war ein Feldhandballspiel im Juni auf dem neu sanierten „alten“ Sportplatz. Es spielten die südbadische A-Jugendmeistermannschaft aus den Jahren 1976/77 gegen eine Schwarzwaldauswahl.

 

Im aktiven Bereich gab es in dieser Saison sowohl positives als auch negatives zu vermelden.

 

Die I. Herrenmannschaft konnte sich in der Landesliga festigen und konnte einen hervorragenden 4. Platz in der verbuchen.

Die zweite Mannschaft schaffte in der Bezirksklasse den Einzug in die Aufstiegsrunde und wurde am Ende ebenfalls Vierter.

 

Die Damen hatten ein rabenschwarzes Jahr. Zum ersten mal musste ein Trainer im Damenbereich vorzeitig sein Feld räumen. Es sprach aber für die Mannschaft, dass sie in dieser schweren Zeit zusammengehalten hat und nach dem diesjährigen Abstieg sich neue Ziele gesetzt hat.

 

Im Jugendbereich gab es dieses mal „nur einen Titel“. Zu Spitzenzeiten gab es fünf, und dies sogar mehrfach. Trotzdem war man auch hier mit dem Erreichten zufrieden. Trotz Trainermangel kamen sehr beachtliche Ergebnisse zustande. Insgesamt waren 9 Jugendmannschaften im Einsatz.

 

Den einzigen Meistertitel im Jugendbereich holte in dieser Saison die weibliche B-Jugend. Die weibliche A-Jugend spielte zum ersten mal in der Oberliga und belegte hier einen sehenswerten 3. Tabellenplatz.

Die Vizemeisterschaft im Bezirk Schwarzwald der A-Jugend männlich rundete die Erfolge im Jugendbereich ab.